Persische Keilschrift  (550 v. Chr. bis 400 v. Chr.)
Die persische Keilschrift kommt in den Inschriften der Achämeniden gleichzeitig mit der medischen und assyrischen Keilschrift vor, von denen sie sich wesentlich unterscheidet. Nicht nur stimmen Zeichen und Laute nicht überein, auch das Prinzip der Schrift ist ein anderes. Die persische Keilschrift ist keine Silbenschrift, sondern eine Lautschrift. Mehrere Konsonanten haben verschiedene Zeichen, je nachdem ob sie vor a, i oder u stehen. Lepsius schloss daraus, daß die Konsonanten dann auch eine andere Aussprache gehabt haben müssten, z.B. ka, k'u, ma, vi, m'u, da, di, 'u usw. Das kurze a wurde nicht geschrieben, so wie in der indischen Schrift. Gemeinsam mit den nordindischen Alphabeten hat die persische Keilschrift auch ein Lautzeichen für r ().
Eigentümlich ist der persischen Keilschrift ein Zeichen () für die Trennung der Wörter, welcher das Lesen gegenüber der ununterbrochenen Aufeinanderfolge der Keile in der medischen und assyrischen Keilschrift erheblich erleichtert.
Die Ziffern weisen im Gegensatz zur assyrischen Schrift nur das Dezimalsystem auf. 60 hat jedoch ein eigenes Zeichen.
Zeichen Wert     Zeichen Wert     Zeichen Wert
    t (u)     m (u)
i         y
u     d (a)     r (a, i)
k (a, i)     d (i)     r (u)
k (u)     d (u)     va (u)
    p     v (i)
g (a, i)     f     s
g (u)     b     s
ts     n (a, i)     z
dž (a, u)     n (u)     h
dž (i)     m (a)     r
t (a, i)     m (i)     q

Wortzeichen:
Volk Land Erde König Worttrennung

Zahlzeichen:
Zeichen Wert     Zeichen Wert     Zeichen Wert
1     4     60
2     10     100
3     20     1000

Ugaritisch
Assyrisch
Hethitisch
Medisch
Akkadisch